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7. JanuarDas meiste, was wir sagen und tun, ist nicht notwendig. Wer es weglässt, hat mehr Ruhe und weniger Mühe. Darum frage dich bei jedem Ding: Gehört dies zum Notwendigen? — und lass nicht nur unnötige Handlungen weg, sondern auch unnötige Vorstellungen: Dann folgen ihnen auch keine überflüssigen Taten.
13. Februar„Wir halten uns niemals in der Gegenwart. Wir nehmen die Zukunft vorweg, als käme sie zu langsam, und rufen die Vergangenheit zurück, um sie festzuhalten. So irren wir durch Zeiten, die uns nicht gehören, und denken nie an die einzige, die wirklich unser ist.“
18. FebruarAm Ufer, im Kommen und Gehen der Wellen, vergaß ich die Welt und mich selbst — und war nichts als da.
26. FebruarIn der ruhigen Betrachtung der großen Natur findet der aufgewühlte Geist Frieden; die Ordnung des Ganzen stillt die eigene Unruhe.
25. April„Der Augenblick ist jener Punkt, an dem Zeit und Ewigkeit einander berühren. Wer ihn ergreift, springt — aus dem endlosen Grübeln über Gestern und Morgen hinein ins Einzige, das wirklich ist: das Jetzt.“
8. AugustIch wohne direkt über einem Badehaus: Stimmen aller Art — Stöhnen der Hantelschwinger, Klatschen des Masseurs, Gebrüll der Streithähne, Platschen der Springer. Doch ich schwöre dir: Der Lärm draußen schadet nicht, wenn drinnen Ruhe ist. Alles kann tosen, solange in der Brust kein Aufruhr wohnt.
27. August„Lass los, was hinter dir liegt. Lass los, was vor dir liegt. Lass los, was dazwischen ist. Wer mit freiem Herzen hinübergelangt, den fassen Werden und Vergehen nicht mehr.“
30. AugustEin stiller Geist findet Muße überall. Mit wenigem zufrieden zu sein ist ein größeres Vermögen als der Besitz von Welten.
Dazu findet sich hier kein Gedanke.