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7. FebruarWie klein ist der Teil der unendlichen, unergründlichen Zeit, der jedem zugeteilt wurde — im Nu verschwindet er in der Ewigkeit. Wie klein der Teil des ganzen Stoffs, wie klein der Winkel der Erde, auf dem du kriechst.
15. FebruarAlles, was geschieht, ist so gewöhnlich und bekannt wie die Rose im Frühling und die Frucht im Sommer: so auch Krankheit, Tod, Verleumdung und Nachstellung — und alles, was die Toren erfreut oder betrübt.
29. FebruarGib dir endlich selbst diese Namen: gut, ehrfürchtig, wahrhaftig, besonnen, gleichmütig, hochgesinnt. Und sieh zu, dass du nicht umgetauft wirst.
16. MaiDu misst Kreise und berechnest Sterne — miss lieber die eigene Seele. Was hilft es, zu wissen, wie klein die Erde ist, wenn dir der eigene Geist unbekannt bleibt?
15. JuniBei jedem Ding frage: Was ist es in seinem Wesen? Was ist sein Stoff, was seine Ursache? Was tut es in der Welt — und wie lange besteht es?
20. Juli„Was also ist die Zeit? Wenn niemand mich fragt, weiß ich es; will ich es einem erklären, der mich fragt, weiß ich es nicht. Und doch: Das Vergangene ist nicht mehr, das Künftige noch nicht — nur die Gegenwart ist wirklich da.“
10. OktoberNicht der Tod ist zu fürchten, sondern die Furcht vor dem Tod.
18. DezemberAlles, Lucilius, ist fremdes Gut, nur die Zeit ist unser. Diesen einen flüchtigen, unsicheren Besitz hat uns die Natur gegeben — und jeder, der will, verdrängt uns daraus.
Dazu findet sich hier kein Gedanke.