14. November
Dein ist allein das Werk, niemals seine Frucht. Handle nicht um des Ertrags willen — doch hänge auch dem Nichttun nicht an.
Bhagavadgita (frei übertragen)
Bevor Qing ins Holz schnitt
Dein ist allein das Werk, niemals seine Frucht. Handle nicht um des Ertrags willen — doch hänge auch dem Nichttun nicht an.
Qing hatte einen hölzernen Glockenständer geschnitzt, über den die Betrachter staunten. Der Fürst von Lu fragte ihn nach seiner Kunst.
Qing erzählte, dass er vor einer solchen Arbeit faste, um seinen Geist zur Ruhe zu bringen. Nach drei Tagen beschäftigten ihn weder Lohn noch Rang. Nach fünf Tagen hatte er auch Lob und Tadel vergessen. Nach sieben Tagen dachte er nicht mehr an seinen eigenen Körper und nicht mehr an den Hof.
Erst dann ging er in den Bergwald und betrachtete die Bäume. Fand er einen, in dessen gewachsener Form er den Glockenständer erkennen konnte, begann er zu schnitzen. Fand er ihn nicht, ließ er die Arbeit bleiben.