29. Oktober
Auch dem Löwen fällt kein Wild in den offenen Rachen, solange er schläft. Nur wer sich erhebt und der Mühe stellt, dem kommt der Erfolg entgegen.
Panchatantra (frei übertragen)
Hörmodus
Auch dem Löwen fällt kein Wild in den offenen Rachen, solange er schläft. Nur wer sich erhebt und der Mühe stellt, dem kommt der Erfolg entgegen.
Ruhe und Warten sehen von außen gleich aus. In beiden Fällen geschieht scheinbar nichts. Der Unterschied liegt darin, was du von der Zeit erwartest.
Wenn du ruhst, verlangst du nichts von ihr. Du sammelst dich, und das genügt. Wartest du dagegen darauf, dass sich etwas von selbst fügt, eine Gelegenheit, eine Einladung, der richtige Moment, dann überlässt du die Bewegung den Umständen. Manchmal nehmen sie dir den Weg tatsächlich ab. Oft bleibt aber nur die Hoffnung bestehen, während sich wenig verändert.
Garantiert ist mit Mühe nichts. Auch wenn du dich anstrengst, verfehlst du vieles. Aber sie verändert, womit du überhaupt in Berührung kommst. Wenn du dich bewegst, begegnest du Widerständen, Zufällen und Menschen, die im Stillstand gar nicht erst auftauchen würden.
Deiner Anstrengung muss der Erfolg nicht folgen. Du bist dann nur an Orten, an denen er dich überhaupt finden kann.