17. Juli
Die Wohlgemutheit wächst dem, der Mass hält im Genuss und das rechte Ebenmass des Lebens trifft; das Zuviel und das Zuwenig aber schlagen um und bringen der Seele Unruhe.
Fragmente (frei übertragen)
Noch einen Teller
Die Wohlgemutheit wächst dem, der Mass hält im Genuss und das rechte Ebenmass des Lebens trifft; das Zuviel und das Zuwenig aber schlagen um und bringen der Seele Unruhe.
Foka hatte bei seinem Nachbarn Demjan schon drei Teller Fischsuppe gegessen. Nun konnte er nicht mehr.
Demjan bat ihn, noch etwas zu nehmen. Diese Brühe, so kräftig, mit ihren goldenen Fettaugen! Hier eine Brachse, dort ein Stück Sterlet. Seine Frau solle doch auch kommen und den Gast bitten.
Foka bekam keine Atempause. Der Schweiß lief ihm über die Stirn. Er nahm noch einen Teller und brachte ihn mit Mühe zu Ende.
So einen Freund liebe er, rief Demjan. Keinen, den man erst bitten müsse. Jetzt aber noch ein einziges Tellerchen!
Foka griff nach Mütze und Gürtel und lief nach Hause. Obwohl er Fischsuppe mochte, betrat er Demjans Haus nicht wieder.