27. Februar
Abwärts wend ich mich zu der heiligen, unaussprechlichen, geheimnisvollen Nacht.
Hymnen an die Nacht
Hörmodus
Abwärts wend ich mich zu der heiligen, unaussprechlichen, geheimnisvollen Nacht.
Wenn dich jemand fragt, warum dir ein bestimmter Mensch so viel bedeutet, fallen dir Gründe ein: wie er lacht, dass er zuhört, dass er sich an Kleinigkeiten erinnert. Alles davon stimmt. Und doch klingt die Liste, sobald du sie aussprichst, nach jemandem, den du ersetzen könntest. Andere lachen auch so, andere hören auch zu.
Das Eigentliche scheint sich gerade dort aufzuhalten, wo die Gründe aufhören. Darin liegt etwas Kostbares, aber auch eine Versuchung. „Das lässt sich nicht erklären“ kann ebenso gut heißen, dass du noch nicht genau genug hingesehen hast. Manches Schweigen schützt ein Geheimnis, manches nur eine Bequemlichkeit, und von innen sehen beide gleich aus.
Du kannst also weiterfragen, nach einem fünften Grund und einem sechsten. Jeder macht die Sache etwas deutlicher. Keiner macht sie kleiner, solange du ihn nicht für den letzten hältst.
Irgendwann sagst du vielleicht nur noch: weil es eben dieser Mensch ist. Der Satz begründet nichts. Er klingt trotzdem anders als am Anfang, als du ihn noch anstelle aller Gründe gesagt hättest.